
05.05.2026
Wenn die Auflösung vor der Geschichte kommt
Selbst gute Website-Texte können ihre Wirkung verlieren, wenn sie die Geschichte in der falschen Reihenfolge erzählen.
05.05.2026

Wenn die Auflösung
vor der Geschichte kommt
Stell dir vor, du sitzt im Kino.
Mit Popcorn in der Hand schaust du auf die Leinwand.
Gespannt auf das, was kommt.
Der Film beginnt.
Die Hauptfigur hat ihre größte Angst bereits überwunden.
Der Konflikt ist gelöst.
Das Paar hat sich gefunden.
Die entscheidende Wendung ist bereits passiert.
Happy End.
SZENE 01
Opener
Und jetzt erfahren wir, wie es dazu gekommen ist.
Wäre ein seltsamer Film.
Denn eigentlich interessiert uns die letzte Szene nur dann,
wenn wir die Geschichte davor kennen.
Wir müssen erst verstehen, worum es überhaupt geht.
Was passiert ist, warum die Situation entstanden ist und weshalb sie von
Bedeutung ist.
Erst dann entsteht die Frage:
Wie geht die Geschichte aus?
SZENE 02
Die Frage
Genau deshalb funktionieren Geschichten in einer bestimmten Reihenfolge.
Sie führen uns Schritt für Schritt durch eine Entwicklung.
Von der ersten Frage bis zur Auflösung.
Interessanterweise gilt das nicht nur für Filme.
SZENE 03
Dramaturgie
Auch auf Websites begegnen wir häufig zuerst dem Ende der Geschichte.
Mehr Selbstvertrauen
Mehr Erfüllung
Mehr Erfolg
Alles mögliche Happy Ends.
Nur sind wir noch gar nicht an diesem Punkt der Geschichte angekommen.
Wir wissen noch nicht:
Bin ich hier richtig?
Versteht diese Person meine Situation?
Geht es überhaupt um das, was mich gerade beschäftigt?
Trotzdem steht die Lösung schon im Raum.
Die Methode.
Das Programm.
Der Prozess.
Der Film läuft erst seit zwei Minuten.
Und trotzdem erleben wir bereits den Moment, auf den die ganze Geschichte hinausläuft.
Dabei interessieren wir uns für Lösungen meist erst dann, wenn wir ihren Bezug
zu unserer Situation erkennen.
Und für den Ausblick erst dann, wenn die Lösung greifbar geworden ist.
SZENE 03
zu frühes Ende
Es gibt auch Filme, die ihre Geschichte rückwärts erzählen.
Manche lieben das.
Geschmackssache.
Bei Memento hat das funktioniert.
Bei einer Website würde ich nicht darauf wetten.
Denn die meisten Besucher kommen nicht, um ein Rätsel zu lösen.
Sie suchen Orientierung.
Und Orientierung entsteht meist dann, wenn Informationen genau dann auftauchen,
wenn wir sie brauchen.
SZENE 05
Orientierung
Vielleicht lohnt es sich deshalb, die eigene Website einmal unter einem ganz anderen Gesichtspunkt zu betrachten.
Nicht mit der Frage, ob alles Wichtige darauf steht.
Eher mit der Frage, ob dein Leser die Informationen in der Reihenfolge erfährt,
in der er sie wirklich aufnehmen kann.
Denn die Lösung hat ihren Platz.
Der Ausblick auch.
Nur nicht am Anfang der Geschichte.
SZENE 06
Perspektive
Die letzte Szene zeigt uns, warum sich die Reise gelohnt hat.
Sie zeigt uns, was möglich geworden ist.
Sie hinterlässt ein Bild in uns.
Eine Ahnung davon, wie es weitergehen könnte.
Genau deshalb wirkt sie am Ende so stark.
Weil wir den Weg dorthin kennen und die mögliche Zukunft bereits vor uns sehen.
Der Film beginnt.
Die Hauptfigur hat ihre größte Angst bereits überwunden.
Der Konflikt ist gelöst.
Das Paar hat sich gefunden.
Die entscheidende Wendung ist bereits passiert.
Happy End.
Und jetzt erfahren wir, wie es dazu gekommen ist.
Wäre ein seltsamer Film.
Denn eigentlich interessiert uns die letzte Szene nur dann,
wenn wir die Geschichte davor kennen.
Wir müssen erst verstehen, worum es überhaupt geht.
Was passiert ist, warum die Situation entstanden ist und weshalb sie von
Bedeutung ist.
Erst dann entsteht die Frage:
Wie geht die Geschichte aus?
Denn eigentlich interessiert uns die letzte Szene nur dann,
wenn wir die Geschichte davor kennen.
Wir müssen erst verstehen, worum es überhaupt geht.
Was passiert ist, warum die Situation entstanden ist und weshalb sie von
Bedeutung ist.
Erst dann entsteht die Frage:
Wie geht die Geschichte aus?
Genau deshalb funktionieren Geschichten in einer bestimmten Reihenfolge.
Sie führen uns Schritt für Schritt durch eine Entwicklung.
Von der ersten Frage bis zur Auflösung.
Interessanterweise gilt das nicht nur für Filme.
Auch auf Websites begegnen wir häufig zuerst dem Ende der Geschichte.
Mehr Selbstvertrauen
Mehr Erfüllung
Mehr Erfolg
Alles mögliche Happy Ends.
Nur sind wir noch gar nicht an diesem Punkt der Geschichte angekommen.
Wir wissen noch nicht:
Bin ich hier richtig?
Versteht diese Person meine Situation?
Geht es überhaupt um das, was mich gerade beschäftigt?
Trotzdem steht die Lösung schon im Raum.
Die Methode.
Das Programm.
Der Prozess.
Der Film läuft erst seit zwei Minuten.
Und trotzdem erleben wir bereits den Moment, auf den die ganze Geschichte hinausläuft.
Dabei interessieren wir uns für Lösungen meist erst dann, wenn wir ihren Bezug
zu unserer Situation erkennen.
Und für den Ausblick erst dann, wenn die Lösung greifbar geworden ist.
Geschichten folgen dieser Dramaturgie. Zumindest die meisten.
Es gibt auch Filme, die ihre Geschichte rückwärts erzählen.
Manche lieben das.
Geschmackssache.
Bei Memento hat das funktioniert.
Bei einer Website würde ich nicht darauf wetten.
Denn die meisten Besucher kommen nicht, um ein Rätsel zu lösen.
Sie suchen Orientierung.
Und Orientierung entsteht meist dann, wenn Informationen genau dann auftauchen,
wenn wir sie brauchen.
Vielleicht lohnt es sich deshalb, die eigene Website einmal unter einem ganz anderen Gesichtspunkt zu betrachten.
Nicht mit der Frage, ob alles Wichtige darauf steht.
Eher mit der Frage, ob dein Leser die Informationen in der Reihenfolge erfährt,
in der er sie wirklich aufnehmen kann.
Denn die Lösung hat ihren Platz.
Der Ausblick auch.
Nur nicht am Anfang der Geschichte.
Die letzte Szene zeigt uns, warum sich die Reise gelohnt hat.
Sie zeigt uns, was möglich geworden ist.
Sie hinterlässt ein Bild in uns.
Eine Ahnung davon, wie es weitergehen könnte.
Genau deshalb wirkt sie am Ende so stark.
Weil wir den Weg dorthin kennen und die mögliche Zukunft bereits vor uns sehen.


